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Vergleichsarbeiten für die Klasse 8 (VERA 8)

Aktuelles

VERA 8 wird im Schuljahr 2025/26 in Brandenburg im Zeitraum 23.02.–13.03.2026 durchgeführt.

Die Durchführung kann digital (empfohlen) oder papierbasiert erfolgen.
Beide Durchführungsarten werden über die weBBschule gesteuert.

Die Freischaltung der VERA-8-Funktionalitäten in der weBBschule beginnt am 02. Februar 2026.

Es wird empfohlen, die Erstellung der Zugänge für VERA 8 ab dem 09.02.2026 vorzunehmen, da sich mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres noch Änderungen in der Schülerzuordnung ergeben können.

Sollte eine digitale Durchführung nicht realisierbar sein, kann auf papierbasierte Testhefte zurückgegriffen werden.

Übersicht

Was ist VERA 8?

Die Vergleichsarbeiten VERA 8 sind landesweit einheitliche Testungen zur Erfassung grundlegender fachlicher Kompetenzen in der Sekundarstufe I. Sie richten sich an weiterführende Schulen und werden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt.

Die Tests basieren auf den bundesweit geltenden Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) und erfassen Kompetenzen, die in den bundesweiten Bildungsstandards beschrieben sind. VERA 8 macht sichtbar, in welchem Umfang die Schülerinnen und Schüler diese fachlichen Anforderungen zum Ende der Jahrgangsstufe 8 bzw. zu Beginn der Jahrgangsstufe 9 bereits erreicht haben.

Die Schulen erhalten vom Landesinstitut standardisierte Rückmeldungen zu den Ergebnissen. Diese zeigen, wie die Lerngruppen die Bildungsstandards erfüllen und wie sie im Vergleich zu anderen Klassen an der eigenen Schule sowie im Landesvergleich abschneiden. Ein Vergleich zwischen Bundesländern findet nicht statt.

Die Rückmeldungen werden auf verschiedenen Ebenen bereitgestellt – für einzelne Schülerinnen und Schüler, für Klassen und für Schulen. Sie bieten unterschiedliche Ansatzpunkte, um Lernstände zu analysieren und Unterricht sowie schulische Prozesse gezielt weiterzuentwickeln.

Hintergrund

Die Vergleichsarbeiten (VERA) sind Teil eines bundesweit abgestimmten Systems zur Qualitätssicherung im Bildungswesen. Grundlage sind die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK), auf die sich die Länder verständigt haben. Diese Standards beschreiben, über welche fachlichen Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu bestimmten Zeitpunkten ihrer Schullaufbahn verfügen sollen.

Auf dieser Basis entwickelt das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) die fachlichen Kompetenzmodelle sowie die Aufgaben für die Vergleichsarbeiten. Die Entwicklung der Aufgaben erfolgt unter Beteiligung von Lehrkräften aus der Praxis und folgt festen wissenschaftlichen und fachdidaktischen Kriterien. Ziel ist eine standardisierte, vergleichbare Erfassung von Kompetenzen – unabhängig von einzelnen Lehrwerken oder schulischen Schwerpunktsetzungen.

Die Organisation und Durchführung von VERA im Land Brandenburg liegt beim Landesinstitut Brandenburg für Schule und Lehrkräftebildung (LIBRA). Dazu gehören insbesondere die organisatorische und technische Umsetzung, die Auswertung der Ergebnisse, die Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben sowie die Information und Unterstützung der Schulen.

Die Durchführung der Vergleichsarbeiten selbst erfolgt in den Schulen. Lehrkräfte führen VERA in ihren Klassen durch und nehmen die pädagogische Einordnung der Rückmeldungen vor. Die Ergebnisse dienen dabei nicht der individuellen Leistungsbewertung, sondern der Analyse von Lernständen und der Weiterentwicklung von Unterricht und Schule.

Testzeitraum

Der Testzeitraum für VERA 8 im Schuljahr 2025/26 ist:
23.02.–13.03.2026
Die Durchführung erfolgt innerhalb dieses Zeitraums flexibel.

Die Termine werden pro Fach und Klasse von der Schule festgelegt.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf die reine Bearbeitungszeit der Tests.
Organisatorische Zeiten (z. B. Austeilen der Materialien, Einloggen, Erläuterungen) sind nicht enthalten.

  • Deutsch – Lesen (40 Minuten)
  • Deutsch – Orthografie (40 Minuten)
  • Englisch – Leseverstehen (40 Minuten)
  • Englisch – Hörverstehen (40 Minuten)
  • Mathematik : (60 Minuten)
    Basismodul: alle Leitideen
    Erweiterungsmodul: funktionaler Zusammenhang

Teilnahmeverpflichtung und freiwillige Teilnahme

Die Teilnahme an den Vergleichsarbeiten (VERA) ist geregelt durch die Verwaltungsvorschriften über Vergleichsarbeiten als diagnostische Testverfahren (VV-Diagnostische Testverfahren) vom 23.09.2024. Die folgenden Hinweise stellen die für die schulische Praxis relevanten Regelungen zusammenfassend dar.

An VERA 8 nehmen verpflichtend alle Schülerinnen und Schüler an öffentlichen Schulen teil. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler an Schulen in freier Trägerschaft, sofern diese am Startchancen-Programm teilnehmen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Schülerinnen und Schüler zielgleich nach dem geltenden Rahmenlehrplan unterrichtet werden.

Die verpflichtende Teilnahme umfasst auch Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, wenn sie zielgleich unterrichtet werden. Dies betrifft insbesondere die Förderschwerpunkte Sehen, Hören und Kommunikation sowie körperlich-motorische Entwicklung (KME). Für diese Förderschwerpunkte stehen adaptierte Testmaterialien zur Verfügung.

Eine Teilnahme an VERA 8 ist nicht verpflichtend für Schülerinnen und Schüler,

  • die zieldifferent unterrichtet werden,
  • die weniger als zwölf Monate in Deutschland leben oder
  • die die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen.

Für Schülerinnen und Schüler ohne Teilnahmeverpflichtung ist eine freiwillige Teilnahme möglich, wenn die Schule bzw. die Lehrkraft dies für zumutbar hält oder als pädagogisch sinnvoll erachtet.

Schülerinnen und Schüler, die freiwillig an VERA 8 teilnehmen, führen den Test vollständig durch und erhalten – wie alle anderen Teilnehmenden – eine individuelle Rückmeldung zu ihren Ergebnissen.

Die Ergebnisse freiwillig teilnehmender Schülerinnen und Schüler werden jedoch ausschließlich auf individueller Ebene ausgewertet. Sie fließen nicht in die Klassenrückmeldungen und nicht in die Schulrückmeldungen ein.

Die freiwillige Teilnahme ermöglicht somit eine diagnostische Einschätzung für die einzelne Schülerin bzw. den einzelnen Schüler, ohne Auswirkungen auf aggregierte Ergebnisse auf Klassen- oder Schulebene.

Die Prüfung der Teilnahmeverpflichtung erfolgt im Rahmen des VERA-Verfahrens durch die Lehrkraft. Eine gesonderte zentrale Datenbank zur Teilnahmeverpflichtung besteht nicht. Die Entscheidung, ob eine Schülerin oder ein Schüler verpflichtend, freiwillig oder nicht an VERA 8 teilnimmt, wird in der weBBschule dokumentiert. Dort werden die entsprechenden Angaben durch Setzen der vorgesehenen Auswahlfelder vorgenommen.

Adaptionen

Für VERA 8 stehen adaptierte Testhefte für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in folgenden Förderschwerpunkten zur Verfügung:

  • Sehen
  • Hören und Kommunikation
  • Körperlich-motorische Entwicklung (KME)

Die Adaptionen liegen in allen Fächern und für alle Testheftvarianten (A und B) vor.
Die Bereitstellung der adaptierten Materialien erfolgt zentral über ZENSOS.

Die Bücherfrage zu Beginn des Tests

Zu Beginn des Tests wird allen Schülerinnen und Schülern eine kurze sogenannte „Bücherfrage“ gestellt. Dabei werden die Kinder gebeten einzuschätzen, wie viele Bücher es bei ihnen zu Hause ungefähr gibt. Die Antwort erfolgt über eine bildlich unterstützte Auswahl (z. B. „genug Bücher, um ein Regal zu füllen“).

Die Bücherfrage wird anonym erfasst. Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert, und die Antwort kann nicht einzelnen Schülerinnen oder Schülern zugeordnet werden. Die Teilnahme an der Bücherfrage hat keinen Einfluss auf die Testergebnisse.

Die Bücherfrage dient dazu, den sozialen Hintergrund von Lerngruppen in sehr vereinfachter Form berücksichtigen zu können. In der Bildungsforschung wird die Anzahl der Bücher im Haushalt seit vielen Jahren als ein niedrigschwelliger Indikator für unterschiedliche Lern- und Bildungsvoraussetzungen genutzt, insbesondere dann, wenn auf umfangreiche Befragungen bewusst verzichtet wird.

Wichtig ist dabei: Die Bücherfrage liefert keine exakte Messung des sozialen Hintergrunds und keine Aussagen über einzelne Kinder oder Familien. Sie kann lediglich Hinweise auf unterschiedliche Ausgangsbedingungen auf Gruppenebene geben und hilft dabei, Ergebnisse vorsichtig einzuordnen. Gerade bei jüngeren Schülerinnen und Schülern kann die Einschätzung der Bücheranzahl ungenau sein. Die Bücherfrage ist daher kein Bewertungskriterium , sondern ein ergänzendes Kontextmerkmal.